2013

Alexander Kluge – Hoffnung und Widerstand

Eine Dramatisierung von Sebastian Fust | Uraufführung 14.11.2013 Halberstadt | Weitere Termine: 21.11.13, 29.11.13, 07.12.13, 21.12.13, 24.01.14, 02.02.14


Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 geboren. Er ist Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller und Drehbuchautor – um nur die wichtigsten Eckdaten zu nennen. Und er ist eines der berühmtesten Kinder Halberstadts.

„Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Elefanten und ihrem ausgezeichneten Gedächtnis. Mit ihren klugen Augen können sie in die Geschichte schauen.“ So beschreibt Leni Peickert ihre Zirkuselefanten in Alexander Kluges Film „Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ und weckt damit eine zutiefst menschliche Sehnsucht: Zu sehen und zu begreifen. Wie können wir die Geschichte begreifen, die uns nicht loslässt?
Die Schicksale, unsere Leben, die wir führen, schieben sich zu den Ereignissen ineinander, die wir Geschichte nennen. „Wie oft treffen Seelen in der Zukunft erneut aufeinander, wie hoffnungsfroh begegnen sie einander, ohne dass sie wissen warum.“ Wie kann ein richtiges Leben geführt werden, die Gelegenheit am Schopfe gepackt werden, ohne Kairos, den günstigen Moment vorüberziehen zu lassen?
Die Erkundung des Phänomens der Geschichte und des Schicksals beginnt in Halberstadt. Wo sonst?! Denn das Nordharzer Städtebundtheater widmet sich mit dieser Produktion dem großen Sohn der Stadt mit einer kaleidoskopartigen Dramatisierung seines Werks.

„Ich muss nämlich mal mit einem grundsätzlichen Missverständnis aufräumen, dass wir Toten nämlich irgendwie tot wären. Wir sind voller Protest und Energie. Wer will schon umkommen? Wir durcheilen, durchforschen die Geschichte. Wie kann ich der Geschichte, die uns alle umbringen wird – entkommen?“

Zu folgenden Vorstellungen bieten wir eine Werkeinführung an, die jeweils 19 Uhr beginnt:
21.11.13 Einführung auf der Neuen Bühne, nach der Vorstellung: Nachgespräch
29.11.13 Einführung in der Alten Kantine
07.12.13 Einführung auf der Neuen Bühne
21.12.13 Einführung in der Alten Kantine, nach der Vorstellung: Nachgespräch