2013

„Alexander Kluge, Halberstadt“ | Sonderausstellung im GLEIMHAUS Halberstadt

Das Gleimhaus zeigt vom November 2013 bis Ostern 2014 die Ausstellung „Alexander Kluge, Halberstadt“. Diese Ausstellung steht im Zusammenhang mit dem Alexander-Kluge-Projekt, das das Nordharzer Städtebundtheater und das Literaturmuseum Gleimhaus in Kooperation mit dem John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt und der Stadt Halberstadt in der Theaterspielzeit 2013/2014 veranstalten.


Alexander Kluge, Halberstadt

Vom 10.11.2013 bis zum 21.04.2014Eröffnung: 10.11.2013 - 11:00 Uhr

Der international bekannte Autor, Filme- und Fernsehmacher Alexander Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren und hat hier einen Teil seiner Kindheit verlebt. Sein breites künstlerisches Schaffen ist in starkem Maß durch seine Kindheitserlebnisse und die Erfahrung der Bombardierung der Stadt am 8. April 1945 geprägt.

Das Gleimhaus zeigt vom November 2013 bis Ostern 2014 die Ausstellung „Alexander Kluge, Halberstadt“. Diese Ausstellung steht im Zusammenhang mit dem Alexander-Kluge-Projekt, das das Nordharzer Städtebundtheater und das Literaturmuseum Gleimhaus in Kooperation mit dem John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt und der Stadt Halberstadt in der Theaterspielzeit 2013/2014 veranstalten. Während das Nordharzer Städtebundtheater die Uraufführung von „Alexander Kluge. Hoffnung und Widerstand“ (eine Dramatisierung von Sebastian Fust, Regie: Katrin Plötner) ab dem 14. November 2013 in sein Programm aufgenommen hat, zeigt das Gleimhaus die Ausstellung an zwei Standorten in der Domstadt.
Gemeinsam geben Theater und Museum in Zusammenarbeit mit Alexander Kluge und Thomas Combrink eine Publikation heraus (ISBN 978-3-9810818-6-2), die eine eigens von Kluge zusammengestellte Textauswahl von publizierten und nicht veröffentlichten Texten enthält und das Theaterstück sowie die Ausstellung vorstellt.

In der Ausstellung erscheinen der Autor, der Filme- und Fernsehmacher, der Denker Kluge und der Chronist. Themen, die Alexander Kluges Schaffen kennzeichnen, spielen hierbei eine wichtige Rolle: menschliche Bindungen, Lebensläufe und Krieg. Hierbei werden auch filmische Arbeiten bzw. Fernsehbeiträge (u. a. mit Helge Schneider und Hannelore Hoger) zu sehen sein, die noch nicht ausgestrahlt wurden und als Erstaufführung zu erleben sind. Die Dokumentation verschiedener Stränge des breiten Schaffens von Kluge wird ergänzt durch persönliche Dinge wie Notizen und Manuskripte, Objekte aus der Familie, Fotos, Plakate und auch Arbeitsgeräte von Kluge.

Die Ausstellung ist zweigeteilt. Die Schau im Gleimhaus liefert schwerpunktmäßig die Biografie mit der Familiengeschichte, eine Einführung in das vielseitige Werk von Kluge sowie eine ausführliche Vorstellung des Autors Kluge, der bereits in seiner ersten literarischen Publikation, „Lebensläufe“ (1962), Halberstädter Geschichten verarbeitete. Bei dem Ausstellungsteil im Herrenhaus des Burchardiklosters steht der Film- und Fernsehmacher Kluge im Vordergrund. Hier wird in der Ausstellung der Film „Abschied von gestern“ zu sehen sein. Für diesen Film erhielt Kluge 1966/1967 einen silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig sowie zwei Filmbänder in Gold (Produktion und Regie). Seine Schwester Alexandra spielt die Hauptrolle.

Zur Ausstellung werden ab Januar 2014 zahlreiche Veranstaltungen angeboten, so werden z. B. ausgewählte Spielfilme Kluges gezeigt und zum Gespräch eingeladen – etwa zu „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ mit Hannelore Hoger oder „Der starke Ferdinand“ mit Heinz Schubert. Außerdem wird ein Themenabend zum Ende der DDR und zur Oper stattfinden. Bereits am Mittwoch, dem 13. November 2013, spricht die Direktorin des Gleimhauses Dr. Ute Pott im Rahmen des Neuen Familienkundlichen Abends über den Theaterarzt Dr. Ernst Kluge“. Hierbei wird sie Film- und Interviewsequenzen, literarische Texte und biografische Daten erläutern. Sicher wird auch der eine oder andere Zuhörer eigene Erinnerungen an Alexander Kluges Vater mitteilen können. Anwesend wird auch die Tochter von Dr. Ernst Kluge, Alexandra Kluge (Jg. 1937), sein, die das Bild des Theaterarztes durch persönliche Erinnerungen bereichern wird.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und zahlreiche Spender.

Eröffnung des Ausstellungsteils im Gleimhaus: Sonntag, 10. November 2013, um 11.00 Uhr im Zusammenhang mit der Matinee des Nordharzer Städtebundtheaters zu: Alexander Kluge. Hoffnung und Widerstand. Eine Dramatisierung von Sebastian Fust (Regie: Katrin Plötner).

Eröffnung des Ausstellungsteils beim John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt (Herrenhaus des Burchardiklosters): Donnerstag, 14. November 2013, um 17.30 Uhr, anschließend um 19.30 Uhr Premiere: Alexander Kluge. Hoffnung und Widerstand. Eine Dramatisierung von Sebastian Fust, Kammerbühne des Nordharzer Städtebundtheaters.