Schriftsteller, Filmemacher und Medienmanager
1932 | 14. Februar: Alexander Kluge wird in Halberstadt als Sohn eines Arztes geboren. |
1956 | Kluge promoviert über "Die Universitätsselbstverwaltung" zum Dr. jur. |
1958 | Volontariat bei der CCC-Filmkunst GmbH in Berlin, während unter anderem der Film "Das indische Grabmal" von Fritz Lang gedreht wird. Parallel arbeitet Kluge an Skizzen zu Drehbüchern. |
ab 1958 | Nach dem Assessorexamen ist Kluge in Berlin und München als Rechtsanwalt tätig. Unter anderem setzt er sich besonders für die Filmförderungsgesetze und deren Novellierung ein. |
1960 | Zusammen mit Peter Schamoni (geb.1934) dreht Kluge seinen ersten Kurzfilm "Brutalität in Stein", für den er während der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen einen der sechs Hauptpreise erhält. |
1962 | Zusammen mit anderen Nachwuchsfilmern - u.a. Edgar Reitz (geb. 1932), Peter Schamoni und Haro Senft (geb. 1928) - unterzeichnet Kluge das "Oberhausener Manifest", in dem der restaurative totgesagt und der propagiert wird. |
1963 | Kluge gründet eine eigene Produktionsfirma, "Kairos-Film". |
1964 | Veröffentlichung des Romans "Schlachtbeschreibung", der den Untergang der sechsten Armee in Stalingrad behandelt. Das Buch wird 1966 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. |
1966 und 1968 | Mit seinen ersten Spielfilmen "Abschied von gestern" (1966) und "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" (1968) hat Kluge großen Erfolg. Er macht vor allem mit seiner Analyse- und Assoziationstechnik auf sich aufmerksam. Für den Film "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" erhält Kluge den Goldenen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig im Jahr 1968. |
1967-1977 | Kluge führt Regie, ist Produzent und liefert die Buchvorlagen der Filme "Frau Blackburn, geb. 5. Jan.1872" (1967), "Die unbezähmbare Leni Peickert" (1967-1969), "Feuerlöscher E.H. Winterstein" (1968), "Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte" (1969-1971), "Der große Verhau" (1969/70), "Der Arzt von Halberstadt" (1969/70), "Angriffsschlachter En Cascade" (1970), "Besitzbürgerin, Jahrgang 1908" (1973), "Gelegenheitsarbeit einer Sklavin" (1973), "Die Menschen die das Staufer-Jahr vorbereiten", "Nachrichten von den Staufern. 2. Teil" und "Zu böser Schlacht schleich ich heut nacht so bang" (1977). |
1972 | Zusammen mit dem Soziologen Oskar Negt (geb.1934) veröffentlicht Kluge die wissenschaftliche Schrift "Öffentlichkeit und Erfahrung". |
1973 | Zusammen mit Florian Hopf und Michael Dost Veröffentlichung der medientheoretischen Schrift "Filmwirtschaft in der BRD und Europa". |
seit 1973 | Honorarprofessor an der Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt/Main. |
1974 | Zusammen mit Negt Veröffentlichung der Schrift "Kritische Theorie und Marxismus". |
1975 | Veröffentlichung der theoretischen Schrift "Gelegenheitsarbeit einer Sklavin. Zur realistischen Methode". |
1978-1982 | Zunehmend an der Zusammenarbeit mit anderen Regisseuren und an Kollektivprojekten interessiert, beteiligt sich Kluge in der Folge an Filmen wie "Deutschland im Herbst" (1978, über die Terrorismuswelle des Jahres 1977), "Der Kandidat" (1980, über Franz Josef Strauß) und "Krieg und Frieden" (1982/83, über die Raketenkrise 1982). |
1979 | Veröffentlichung der Schrift "Die Patriotin. Heft 19". Kluge produziert den Film "Die Patriotin" und führt die Regie. Der Film wird mit dem Deutschen Filmpreis Filmband in Silber ausgezeichnet. |
1981 | Zusammen mit Negt Veröffentlichung der Schrift "Geschichte und Eigensinn". |
1982 | Kluge heiratet Dagmar Steurer. Aus der Ehe gehen eine Tochter (geb. 1983) und ein Sohn (geb. 1985) hervor. |
1983-1985 | Kluge dreht die zwei großen Essayfilme: "Die Macht der Gefühle" (1983) und "Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit" (1985). |
1985/86 | Um seine Idee des "Herausgeber-Fernsehens" zu verwirklichen, gründet Kluge eine eigene Produktionsfirma und sendet auf RTL und SAT.1 ein unabhängiges, informationsorientiertes Dokumentationsprogramm (SPIEGEL TV MAGAZIN, STERN TV u. a.). |
1990 | Kluge produziert die Talkshow "Zur Person", in der Günter Gaus Interviews mit bekannten politischen Persönlichkeiten der DDR führt. |
1993 | Verleihung des Heinrich-Böll-Preises für Literatur der Stadt Köln. |
seit 1994 | Kluges Produktionsfirma besitzt die Federführung beim Privatsender VOX. |
2001 | Auszeichnung mit dem Bremer Literaturpreis. |
2002 | Gemeinsam mit Günter Grass und Gerd Ruge (geb.1928) erhält Kluge den Hanns-Joachim Friedrichs-Preis. |
2003 | Kluge wird der Georg-Büchner-Preis der Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt verliehen. |
2006 | Filmpreis der Stadt Hof (Internationale Hofer Filmtage) |
2007 | Großes Bundesverdienstkreuz |



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