2012

"Die Frage des Zusammenhangs" - Alexander Kluge im Kontext

Neuerscheinung im Verlag Vorwerk 8 im Oktober 2012


Alexander Kluges Werk ist ein ›work in progress‹, das sich über den permanenten Wechsel der Medien artikuliert. Literatur, Film, Fernsehen, Internet, Medien- und Gesellschaftstheorie – auf diesen Feldern arbeitet Kluge seit einem halben Jahrhundert am mikrologischen Modell einer kommunizierenden Gegenöffentlichkeit, einem kritischen Modell, in dem die Asymmetrie zwischen Autor und Rezipient weitgehend eingezogen scheint: »Der Film entsteht im Kopf des Zuschauers.« Kluge ist ein Sammler und Konstrukteur, dessen Phantasie sich an dem entzündet, »was andere schon getan haben« (Adorno), und der seine Selbständigkeit darin gewinnt, dass er sich aus den Quellen aneignet, was er braucht, um weiterarbeiten zu können. Die Medien seiner Artikulation sind ihm ebenso gleichrangig wie die Materialien, die er in Bewegung setzt. Das Thekengespräch steht neben Hölderlin, Gebrauchsmusik neben dem hohen Ton der Oper. Es geht nicht länger um Originalität, sondern um die Organisation von Erfahrung mit den Mitteln einer multi- und transmedialen Versuchsanordnung. Das Archiv ist der Prozess. Der Band fragt nach dem Zusammenhang.

Mit Beiträgen von: Wolfgang Beilenhoff, Ilka Brombach, Tobias Ebbrecht, Christine Ehardt, Andrea Gnam, Klemens Gruber, Miriam Hansen, Karin Harrasser, Gertrud Koch, Klaus Kreimeier, Harro Müller, Ramón Reichert, Wolfgang Reichmann, Heide Schlüpmann, Christian Schulte, Winfried Siebers, Rainer Stollmann, Rainer Stollmann, Dorothea Walzer, Joseph Vogl, Veronika Zangl

Sondereinband: 312 Seiten
Verlag: Vorwerk 8 (Oktober 2012)
Herausgeber: Christian Schulte
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940384453
ISBN-13: 978-3940384454

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